Todesstrafe für Religionswechsel?!

Es fällt mir schwer, da sachlich zu bleiben und alle Seiten zu beleuchten oder zumindest stehen zu lassen.

Mit gemischten Gefühlen hörte ich im TV (12.8.07, Tagesschau, Bericht über Ägypten) doch tatsächlich einen ägyptischen Mann sagen, dass jemand, der seine Religion wechselte, hingerichtet gehört – versteht sich, jemand, der den „einen, einzig richtigen“ Islam verlässt. Und noch unglaublicher klang es für mich, dass auch eine sehr klug wirkende Frau dasselbe sagte. Mit Schauder erfüllt mich, dass es vor einigen Jahrhunderten auch im christlichen Abendland so war -  versteht sich, jemand, der die „eine, einzig richtige“ Christliche Kirche verließ. Noch ein Jahrtausend früher war es für die ersten Jünger Jesu ebenso gefärlich.

Ist Pluralismus die einzige Alternative? Das würde bedeuten, dass angstfreies Zusammenleben nur dann funktioniert, wenn es keine Wahrheit und keine verbindlichen Werte mehr gibt, wenn alles gleich richtig ist und sich jeder das für ihn Passende aussuchen kann.

Wie hat Jesus das gemacht? Er hatte eindeutige  Werte, eine klare Botschaft, er behauptete, die Wahrheit, der Weg und das Leben zu sein. Und doch hat er niemanden umgebracht, niemanden hingerichtet!

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